PRESSE
[…]In sich agiert das Philharmonische Orchester homogen und entfaltet musikalisch eine große Bandbreite von tänzerischer Leichtigkeit bis zu präzise gezeichneter Dramatik. Lonhinov lässt die Kontraste nicht aufeinanderprallen, sondern vermittelt zwischen den Extremen.[…]
[…]Der Verdi-Klang des Philharmonischen Orchesters indes ist fabelhaft. Die Musik funkelt und federt, sie wird den Härten der Partitur ebenso gerecht wie ihrem lyrischen Fluss – mit feinen Soli, etwa von Violine und Violoncello.
Lonhinovs Tempi sind in ihrem Vorwärtsdrang sehr ehrgeizig; andererseits lässt sich der Erste Kapellmeister nicht vom Temporausch blenden: „La donna è mobile“ ist perfekt, ein 3/8-Takt-Allegretto mit Bodenhaftung.[…]
[…]Der mit stehenden Ovationen gefeierte, knapp dreistündige Abend im ausverkauften Freiburger Konzerthaus bot unter der Leitung des neuen ersten Kapellmeisters Artem Lonhinov viel Osteuropäisches aus Tschechien und der Ukraine, aber auch Wiener Walzer und Operettenklänge versüßten den Jahresbeginn.[…]
[…]Der Abend startet von Null auf Hundert mit der virtuosen Ouvertüre zu Bedrich Smetanas Oper „Die verkaufte Braut“. Trotz des hohen Tempos lassen sich die Streicher nicht aus der Kurve tragen und geben das rasende Thema federleicht von Stimme zu Stimme weiter. Und wenn die Bläser mit Schmackes dazukommen, dann potenziert sich nochmals die Energie. Leider wird der musikalische Fluss dann durch langatmige Betrachtungen der Dramaturgin Tatjana Beyer gestaut. Immerhin nimmt Walentyn Sylvestrows „Stille Musik“ die plötzlich entstandene Schwere auf und sorgt in einer kleinen Streicherbesetzung für leise, ruhige Momente, die erst nach und nach wieder in Fluss kommen. Inga Schäfer singt ein berührendes „Lied an den Mond“ aus Dvoráks Oper „Rusalka“, Roberto Gionfriddo verleiht dem Lied des Tassilo aus der Kálmán-Operette „Gräfin Mariza“ den nötigen Tenorschmelz. Bis auf wenige Ungenauigkeiten wie im in den heiklen Übergängen nicht immer geglückten „Donauwalzer“ zeigt sich das Philharmonische Orchester Freiburg unter der präzisen Leitung von Artem Lonhinov in Bestform. Der Slawische Tanz Nr. 2 von Antonin Dvorak atmet Melancholie und Eleganz, Smetanas „Moldau“ fließt zwischen ruhigem Holzbläser-Geplätscher und dramatischem Blech in vom ukrainischen Dirigenten genau modellierten Bahnen. Und Brahms‘ „Ungarische Tänze“ Nr. 5, 6 und 7 haben genau die richtige Mischung zwischen Wucht und Leichtigkeit. Eine echte Entdeckung ist die ukrainische Musik, die Artem Lonhinov im interessanten Gespräch mit Tatjana Beyer näherbringt. Lew Kolodubs „Drei Musikanten“ zeigt Humor und folkloristische Farben, Bohdana Froljaks „Let there be light“ ist ein expressiver, emotionaler Nachhall des aktuellen Krieges, der duftig musizierte „Traum des Gondoliere“ von Fjodor Akimenko hat tänzerische Leichtigkeit. Am Ende gibt es Blumen – und keinen „Radetzky-Marsch“. Als Zugabe wählt Artem Lonhinov das folkloristisch gefärbte „Arkan“ seines Landsmannes Anatolij Kos-Anatolskyi. Mit dieser Power lässt sich gut ins neue Jahr starten.[…]
[…]Artem Lonhinov, der 1995 in der Ukraine geborene neue Erste Kapellmeister des Theaters, meisterte die „Schottische“ mit Eleganz und Feinsinn: jene für das Werk charakteristischen schnellen Stimmungswechsel, quasi von einem Akkord zum nächsten – als blättere der Komponist in seinem Skizzenbuch. Der weiche, dunkle Ton oder die elastische Holzbläser-Dynamik – klassizistische Klarheit und große Flexibilität im Ausdruck zeichneten diese Mendelssohn-Deutung aus. Die pathosfreien, perfekt ausbalancierten Steigerungen hatten Glanz, bis hin zum Meeressturm mit hohem Wellengang. Sonja Villforth ließ im Volkston-Scherzo ihre Klarinette leichtfüßige Tänze anstimmen, tänzerische Momente hatte sogar das finale Schlachtengemälde. Wie von alten Zeiten singende Barden gaben sich die Celli im lyrischen Satz, wo die Lieder ohne Worte blühten.[…]
[…]Ein Fest der Orchesterfarben![…]
[…]Unter der musikalischen Leitung von Artem Lonhinov meistert das Philharmonische Orchester Freiburg bravourös die abwechslungsreichen Rhythmen und gefühlserregenden Dissonanzen von Leoš Janáček. Gleichzeitig eröffnen die wehleidigen, anklagenden, sehnsüchtig mitreißenden und sehr präsenten Einsätze der Streicher eine melodische Vielgestaltigkeit.[…]
[…]Artem Lonhinov gestaltet am Pult des Berner Symphonieorchesters Verdis fliessende Übergänge zwischen Arien, Rezitativen und Ensembles aus einem Guss und unterstreicht dabei souverän die jeweiligen Stimmungen der Charaktere mit ihren speziellen Klangfarben in den belcantistischen wie dramatischen Gesangslinien.[…]
[…]Dramatik, Stimmung und Emotionalität des Geschehens auf der Bühne haben mit Artem Lonhinov am Dirigentenpult und dem Orchester einen subtilen wie energievollen Partner.[…]
[…]Der junge ukrainische Dirigent Artem Lonhinov, Erster Kapellmeister am Haus, sorgt mit Verve, Bläserklangfarben, blecherner Wucht und Pauke im großen dynamischen Spektrum für die musikalische Dominanz der Aufführung.
[…]Schrille Kostüme, ein pubertäres Girlie und ein spielfreudiges Berner Symphonieorchester: Bühnen Bern zeigt eine szenisch wenig ambitionierte, aber musikalisch hervorragende Verdi-Inszenierung.[…]
[…]Die Musik zum ausdrucksstarken Pas de deux im Zentrum des Abends liefert Giuseppe Tartinis Violinsonate mit dem Titel „Didone abbandonata“ – klug gewählt und fesselnd gespielt von Artem Lonhinov, dem jungen, mit allürenfreier Kompetenz überzeugenden Dirigenten und Geiger aus der Ukraine. Er hält geschickt auch den der Bühne entsprechenden abwechslungsreichen, farbigen Barockklang des mit Saiteninstrumenten und Schlagzeug besetzten Berner Symphonieorchesters in guten Händen und lässt den Chor aufblühen.[…]
[…]Dann aber setzt das Berner Symphonieorchester unter der Leitung von Artem Lonhinov, einem gebürtigen Ukrainer, mit Purcells berückender Opernmusik ein.
[…]Und das 15-köpfige Ensemble von Bern Ballett wird zu recht gefeiert, gleich wie das Berner Symphonieorchester. Herausragend der Dirigent Artem Lonhinov, der mitten im Geschehen mit der Solovioline eine Sonate von Giuseppe Tartini vorträgt, elegisch, nachdenklich, rein. Ein kostbarer Moment musikalischer Introspektion.[…]
[…]An diesem Abend treten die Sparten nämlich absolut gleichwertig in Erscheinung, es ist geradezu ein Powerplay geballter Ensemblekraft: Ina Christel Johannessen verstrickt Ballett und Oper zu einem organischen Ganzen, musikalisch äusserst zuverlässig getragen vom Berner Symphonieorchester. Artem Lonhinov dirigiert es nicht nur, sondern agiert in der addierten Violinsonate von Giuseppe Tartini auch als Solist.[…]
[…]Stark sind die Bühnenbilder und der anmutige Barock aus dem Graben.[…]
[…]Zumindest für Opernfans dürften die Klänge vom Berner Symphonieorchester, das barocküblich im erhöhten Graben spielt, eine Wohltat gewesen sein. Dirigent Artem Lonhinov hält die Zügel straff und spielt dann auch noch virtuos in einer eingeschobenen Sonate von Giuseppe Tartini die Violine. Es sind wahrlich erhabene musikalische Momente, die da aufblitzen im Gewühl.[…]
[…]Aufhorchen lässt das geschmeidige, freudige Musizieren des Berner Symphonie Orchesters, welches unter der sehr schön gestaltenden Leitung von Artem Lonhinov Purcells wunderbare Partitur voll einfühlsamer Wärme erstrahlen lässt und auch durchaus dramatische Akzente zu setzen weiss. Es ist tatsächlich eine Musik, die man sehr gerne hört. Der aparte Klang des erhöht positionierten Orchesters setzt sich aus Streichern, Cembalo, Laute, Theorbe/Barockgitarre und wenig Schlagzeug zusammen. In der eingefügten Violinsonate von Tartini spielt der Dirigent Artem Lonhinov selbst die Violine – berückend schön! […]
[…]Das Junge Philharmonische Orchester München überzeugt bei seinem Auftritt im Florian-Stadl unter der Leitung von Artem Lonhinov – auch weil Musiker und Dirigent perfekt harmonieren.[…]
[…]Für den Orchesterpart konnte das Junge Philharmonische Orchester München unter der Leitung von Artem Lonhinov gewonnen werden. Seit 2014 lebt der erst 29-jährige Ukrainer schon in Deutschland und studierte an der Münchner Musikhochschule. Die Liste der renommierten Klangkörper, die er bereits dirigieren durfte, ist erstaunlich lang und verleiht ihm die nötige Sicherheit, um am Pult eloquent agieren zu können. Dies ist vor jungen Musiker nicht immer ratsam, doch das Junge Philharmonische Orchester verfügt über die Disziplin, Präzision und vor allem Musikalität, mit dem Dirigenten aufs Engste zu kommunizieren und seine Intentionen straff umzusetzen. Hinzu kommt eine erfrischende Begeisterungsfähigkeit, die sich hier vor allem in Musizierlust, Vitalität und Frische äußerte, wie man sie selbst bei routinierten Klangkörpern bisweilen vermisst.[…]
[…]Baudis‘ enthusiastisches Einfühlungsvermögen trug deutlich zur Homogenität der Ausführung bei. Den nahtlosen Austausch zwischen ihr und dem Orchester hatte Lonhinov auch so weit im Griff, den Klavierpart der brillant kolorierenden Pianistin mit dem hell perlenden Anschlag wirkungsvoll zu exponieren.[…]
[…]Die Gesangssolisten sind allesamt sehr gut, und das Berner Symphonieorchester unter Leitung von Artem Lonhinov einfach zum Umarmen.[…]
[…]Die Ouvertüre erklingt bei geschlossenem Vorhang. Zwei Takte bevor das Publikum ruhig geworden ist, lässt Artem Lonhinov das Berner Symphonieorchester einsetzen. Ein Zeichen, dass er sich schon in der Handlung befindet – und die Musiker auch. Sie schlagen miteinander ein Tempo ein, welches das übliche hinter sich lässt (Presto = 140). Hier entwickeln die Begleitfiguren der Mittelstimmen im Vorwärtsdrängen eine betörende, flirrende Schönheit, in die das harte, metallisch klingende Schlagwerk die Glanzpunkte setzt. Abrupt folgen darauf die ruhigen Zwischenteile: In ihnen entwickelt sich eine sachlich gehaltene Melodie ohne romantischen Hauch. Mozart kommt eben aus dem 18. Jahrhundert, und die Berner Interpretation bringt das wohltuend zu Gehör.[…]
[…]Dem Ukrainer Artem Lonhinov gelingt am Pult des Berner Symphonieorchesters ein durchaus feinnerviges Dirigat mit der nötigen Dynamik in den Aufzügen und Ensembles .Aus dem Graben hört man – Mozart![…]
[…]Das Berner Symphonieorchester unter musikalischen Leitung von Artem Lonhinov begeistert mit spritzigem Spiel und sehr direktem Klang. Diese Frische, Eleganz und Leidenschaft kommen besonders der Janitscharenmusik zugute, die altbekannt und doch irgendwie neu wirkt.[…]
[…]Das Berner Symphonieorchester spielt Mozarts quirlige Musik meisterlich (musikalische Leitung: Artem Lonhinov). Ganz am Anfang sticht ein Instrument heraus, über das man sonst nur Witze reisst: Nie war die Betätigung des Triangels schweisstreibender als in der Ouvertüre zur «Entführung aus dem Serail». Mozart wollte damit ein Element «türkischer Musik» einbringen. Bis zum Schluss spielt das Orchester mit Präzision und dem nötigen Schwung. […]„Was würde Mozart zum neuen Berner Zugriff wohl sagen? Am hohen Unterhaltungswert und an der Hochspannung hätte er bestimmt nichts auszusetzen.“ […]
[…]Ein grosser Pluspunkt des Abends ist das Berner Symphonieorchester unter der musikalischen Leitung von Artem Lonhinov. Lonhinovs scharfer Blick in die Partitur führt zu einem kristallklaren Orchesterklang. Befreit vom Dunst der Tradition kann sich Puccini voll entfalten und tut dies, ohne dass das sonst übliche, sich anbiedernde Pathos fehlen würde. Im Gegenteil führt der scharfe Blick dazu, dass instrumentale Details hörbar werden, die sonst chancenlos untergehen. Und das Berner Symphonieorchester unterstützt diese Sichtweise mit vollem Engagement, sei es in den einzelnen Instrumentengruppe wie als Ganzes..[…]
[…]Wesentlich am Erfolg beteiligt ist das Berner Symphonieorchester, das unter der Leitung des ukrainischen Dirigenten Artem Lonhinov die Tanzenden vortrefflich unterstützt. Erstaunlich, wie gut das funktioniert, angesichts der Werkwahl: Neben Sätzen aus Sinfonien von Beethoven (3, 5 und 7) und Mahler (2 und 5) erklingen barocke Intermezzi (Gluck, Purcell).[…]
[…]Erstaunlich, wie gut die Umsetzung der Musikauswahl mit der expressiven Tanzsprache funktioniert. Das Berner Symphonieorchester (BSO) unter der Leitung des ukrainischen Dirigenten Artem Lonhinov unterstützt die Tanzenden vortrefflich. Beethoven tanzt mit, auch wenn er seine Sinfonien nicht fürs Tanzen komponiert hat. Lonhinov, neu Erster Kapellmeister und Assistent des Chefdirigenten der Oper Bern, verknüpft ohne Berührungsängste Einzelsätze aus Beethovens dritter, fünfter und siebter sowie Gustav Mahlers zweiter und fünfter Sinfonie mit barocken Intermezzi von Gluck und Purcell. Und das BSO zieht beherzt in allen Registern mit. Das Liveerlebnis beglückt durch farbige Soli und vielfältige Instrumentation in allen Registern.[…]
[…]Artem Lonhinov dirigiert das Berner Symphonieorchester, das einen Mozart spielt, der schlicht süchtig macht. Bei idealen Tempi kommen die herrlichen Farben der genialen Partitur ideal zur Geltung.[…]Solchermassen befriedigende Opernabende sind ein ganz seltenes, um so intensiveres Vergnügen.[…]
[…]Aus Termingründen sprang in Andechs für den 19-jährigen Chefdirigenten Maximilian Haberstock am Pult der Ukrainer Artem Lonhinov ein: Ein ebenfalls in München ausgebildeter 28-jähriger Geiger und Dirigent, der künftig als erster Kapellmeister am Staatstheater Bern wirkt. Seine Qualitäten demonstrierte Lonhinov souveränen mit klarer Körpersprache, feinjustierender Gestik und einem dem jeweiligen Komponisten adäquaten Zugriff. Im Zentrum seiner Arbeit am Pult stand eine satte Klangsubstanz, selbst in den Zurücknahmen in die leisen Register. So konnten daraus wuchtige Aufschwünge und Eruptionen schlüssig emporsteigen, in denen sich die jugendliche Kraft der Musiker überzeugend in Szene setzte, andererseits aber auch eine flexible Basis geboten war, bruchlos und stimmig den Komponisten Beethoven, Mozart und Chopin gerecht zu werden. Diese lustvolle und sinnenfreudige Musizierweise erwies sich im Gesamtkontext als enorm motivierend für die Solistinnen, die auf Einfühlsamkeit setzten konnten, wenn seelentiefe Lyrik gefragt war.[…]
[…]Am Pult steht der Ukrainer Artem Lonhinov, der als Geiger Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie war und seine Erfahrungen als Dirigent jetzt an der Münchner Musikhochschule ergänzt. Seine Vorstellungskraft verbindet sich in kühler Präsenz. Sie hilft dem Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker aus den beiden Orchestern. Ihnen geht es um die Gemeinsamkeit von „Jugend für Frieden“.
[…]Finally, Dvořák’s Eighth Symphony, the undemonstrative if scrupulous Lonhinov (he’s also a violinist) leading an exuberant and sympathetic account, the opening measures for once not hived-off as a slow introduction, and from there plenty of Slavonic fire, tender lyricism, gracious if flowing dance rhythms and first-past-the-post sprinting not least the electrifying final pages, played with skill and confidence.[…]
[…]Der ukrainische Dirigent Artem Lonhinov fordert vom Orchester, insbesondere den vital autonomen Bläsern, einen unsentimental-frischen Sound. Dieser berückende, fast sportive Abschied von Wagner-Murmeln und Volkslied-Säuseln passt zu den Stimmen.[…]
[…]Dennoch: Musiziert wurde verblüffend. Vieles ist dabei dem kurzfristig engagierten jungen ukrainischen Dirigierstudenten Artem Lonhinov zu verdanken, der mit großartiger Souveränität, fast schon überdeutlicher Zeichengebung und Leidenschaft die ungewöhnliche Streicherformation zusammenhielt und führte. Und die spielte wunderbar: In den romantischen Stücken vibrierten die Töne vor Enthusiasmus, die unerfahrenen Laienmusiker des IKO ließen sich mitreißen von den erfahrenen GKO-Musikern. Eine differenzierte, dynamische, ziemlich homogene Spielweise entstand, eine weiche musikalische Waffe gegen den Unfrieden in der Ukraine.[…]
[…]Am Pult stand diesmal nicht Marcus Bosch, sondern der sehr junge Ukrainer Artem Lonhinov, der diese Aufführung als Gewinner eines von Marcus Bosch initiierten Wettbewerbs dirigieren durfte. Souverän und gekonnt leitete er die Stuttgarter Philharmoniker und war den Sängern eine aufmerksamer Begleiter. Kein Zweifel, dieser junge Dirigent hat das Zeug zu einem guten Operninterpreten.[…]
[…]Gefühlvoll ging es weiter mit dem künstlerischen Direktor der Opernfestspiele Marcus Bosch am Klavier und dessen Studenten, dem Ukrainer Artem Lonhinov, auf der Geige – sie verwöhnten das Publikum mit Musik auf höchstem Niveau. […]
[…] Mit Mykola Kolessas 1972 komponierter Suite für Streichorchester, die den Beinamen „In den Bergen“ trägt, eröffnet Artem Lonhinov den Abend. Und sofort macht sich leichtes Treiben im Konzertsaal breit. Flöhe und Heuschrecken hüpfen kunterbunt auf farbenfrohen Bergwiesen umher. Plötzlich formatieren sie sich zu einem großen Schwarm, der wie eine gewaltige Lawine bis in die letzten Reihen des Saales rollt. Nein, eigentlich sogar darüber hinaus. Fortissimo! Maestoso! In der Mitte steht Lonhinov und dirigiert mit feinsten Bewegungen einen Berg aus steinernem Geröll, der sich langsam, aber unaufhaltsam mit Schwung in Richtung Tal schiebt. Welch’ Schauspiel für die Ohren, das sich da dem Hörer bietet. […] Und Myroslav Skoryk? Den mag mancher vielleicht gar als den Bob Ross der ukrainischen Komponisten bezeichnen. Im Hochzeitskleid auf Ballonfahrt. Das ist zwar kitschig, aber Lonhinov gelingt eine authentische Interpretation, die unglaublich viel Emotionalität vermittelt. […]
RAPHAEL ECKARDT
klassik-begeistert.de
KONZERT DES KAMMERORCHESTERS „UKRAINA MÜNCHEN“, JUNI 2017
[…] Oksana Lyniv, 1978 in Brody geboren, die das Konzert wegen ihrer Verpflichtung als Musikdirektorin der Grazer Oper und die aktuell zudem mit „Greek“ an der Bayerischen Staatsoper beschäftigt ist, an den jungen Artem Lonhinov abgeben musste, benennt das zwar nicht so deutlich wie ihr Kollege vom ukrainischen Konsulat, betont in ihrem Grußwort aber ebenfalls, wie grenzöffnend Musik sein könne und müsse. Und so wird Juri Shevchenkos subtile Paraphrase auf die ukrainische Nationalhymne vom 15-köpfigen Streichorchester aus zumeist jungen Ukrainern mit ebenso leisem wie deutlichem Nachdruck gespielt.[…]
KLAUS KALCHSCHMID
Süddeutsche Zeitung
KONZERT DES KAMMERORCHESTERS „UKRAINA MÜNCHEN“, JUNI 2017
